Einführung von „Digitalen Klassen“ an der NMS Nußdorf-Debant

Digitale Klassen bzw. die Einführung von Tablets oder Notebooks im Unterricht sind schon seit vielen Jahren in aller Munde. Aber obwohl es viele Implementierungen gibt, beschränkt der der Erfahrungsaustausch oft nur auf die technische Realisierung und weniger auf die praktischen, unterrichtsbezogenen Prozesserfahrungen. Aus der Vortragsbeschreibung konnte ich zu meiner Freude entnehmen, dass die Vortragenden Hr. Erich Pitterl und Hr. Robert Mairginter aber genau auf diese „Soft-Facts“ eingehen wollten.

Aber trotzdem, zunächst ein Paar „Hard-Facts“, um die Rahmenbedingungen abzustecken. Die „Digitalen Klassen“ wurden für zwei Klassen mit insgesamt 50 Schüler_innen eingeführt. Die Schüler_innen wurden mit iPad Pros, separaten Tastaturen und iPens ausgestattet. Als Software diente MS Office 365 mit der Applikation OneNote und dem 1 TB-großen Cloudspeicher OneDrive.

„Soft-Facts“ und „Lessons-Learned“!

(Quelle http://pixabay.com)

Wie wurde die Anschaffung der iPad Pros realisiert? Die Kosten von EUR 1.200 wurden von den Eltern übernommen. Neben der Kaufoption gab es die Leasingoption mit jeweils EUR 25 pro Monat um sicherzustellen, dass auch wirklich alle Eltern sich das Gerät leisten konnten. Weiters wurde eine Geräteversicherung um EUR 20 pro Jahr für alle iPad Pros abgeschlossen.

Wie war das Feedback der Schüler_innen auf den Einsatz der Tablets? Hier zeigte sich, dass die Schüler_innen zunächst euphorisch auf den Einsatz reagierten, da sie Tablets bisher immer mit Freizeit und Spaß und weniger mit Arbeit in Verbindung brachten. Im Zuge von zwei Monaten, wurde die Begeisterung aber deutlich geringer und die Schüler_innen erkannten immer mehr, dass das Tablet auch ein Arbeitsgerät ist. Diese Entwicklung wurde von den Lehrern als sehr positiv empfunden, da die Arbeit mit den Tablets viel effektiver und reibungsloser (weniger Ablenkungen) verlief.

(Quelle http://pixabay.com)

Als ein wichtiger, von den Lehrern zunächst unterstützter Punkt, stellte sich die Kommunikation mit den Eltern dar. Die Schüler_innen gaben die „vermeintlichen“ Hausaufgaben als Grund für die Verwendung der Tablets an, was in vielen Fällen natürlich nicht stimmte. Hier kann als „Best-Practice“ der Rat mitgegeben werden, eng mit den Eltern zusammen zu arbeiten und sie über das Ausmaß der Nutzung der Tablets genauestes zu informieren.

Als Dreh- und Angelpunkt jeder erfolgreichen Implementierung von „Digitalen Klassen“ wurde die Einführungsphase genannt. Diese sollte sehr gut vorbereitet sein, genug Zeit für den Umstieg und das „Change-Management“ vorsehen und Platz für Änderungen in Sinne von „lessons learned“ zulassen.

Zusammenfassung

Abschließend kann gesagt werden, dass der Vortrag sehr lehrreich war und sehr wertvolle Tipps & Tricks für die Einführung/Implementierung von Digitalen Klassen gegeben wurden. Ich persönlich stehe dem Einsatz von elektronischen Geräten im Unterricht sehr positiv gegenüber, präferiere aber den Einsatz von Notebooks, welche nicht nur weniger kosten, sondern auch einen größeren Funktionsumfang im Unterricht ermöglichen.

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