Die moderne Manipulation

Der Eröffnungsvortrag der EduDays, begann mit einem höchst aktuellen Thema, nämlich Fakenews. Doch wie erkennt man Fakenews und warum treffen Fakenews immer auf Anklang?

Die Vortragende Ingrid Brodnig erklärte, dass der Erfolg von falschen Nachrichten von mehreren Faktoren abhängt. Einer dieser Faktoren ist, dass im Internet von einer Quelle Informationen genommen werden und diese dann von vielen Outlets kopiert werden, so bekommt man eine Information immer wieder zugeführt und aus psychologischer Sicht, glaubt man eine Lüge automatisch wenn man diese oft genug hört.

Der zweite Grund warum Fakenews funktionieren ist, dass dahinter Gefühle statt Fakten stecken und Menschen eher Dinge glauben, die ihrer politischen Gesinnung entspricht. Ein Beispiel: Wenn ich kein Fan von Trump bin und Online lese Trump tritt kleine Welpen in seiner Freizeit werde ich es eher glauben. Der Aspekt der Gefühle spielt hier insofern eine Rolle, da ja diese Information keine Relevanz für die Präsidentschaft, hat aber im Leser Gefühle von Hass auslösen. Wenn ein Artikel es schafft Gefühle auszulösen, dann wird dem Artikel meistens geglaubt.

Ein weitere Faktor bei der Glaubwürdigkeit von Fakenews ist der Sensationalismus der dahinter steckt und ein gewisser Bezug zum Leser oder zu Leserin hergestellt werden. Wenn man das zehntausendste Mal hört, dass irgendeine Stadt im nahen Osten bombardiert wird so wird man nicht darauf reagieren, jedoch wenn man liest, dass ein Flüchtling in Österreich etwas verbrochen, so ist die Aufregung groß.

Frau Brodnig wies zum Schluss des Vortrages darauf hin, dass es immer schwieriger wird Fakenews zu erkennen, da die Flut an Informationen immer größer wird. Deshalb wird es in Zukunft für uns als Lehrpersonen immer wichtiger, Schülerinnen und Schüler in Quellenkritik zu Unterrichten.

Link zum Buch von Ingrid Brodnig zu Thema:

Buch: Lügen im Netz

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