Digitale Spiele im Klassenzimmer

Vortragende: Sonja Gabriel

Thema: Quest for games – wo findet man geeignete digitale Spiele für den Unterricht?

Der Seminarraum ist mehr als voll und darunter auch etliche Studienkollegen/innen. Die Vortragende beginnt den Vortrag mit mehreren Fragen:

„Welche Spiele und wozu überhaupt Spiele in die Schule bringen? Die Schülerinnen und Schüler spielen doch schon genug  zuhause?“

Die Antwort lautet ganz einfach – Nein! – denn auch Spiele können im Unterricht zum Lernen beitragen! Eine spezielle Art von Spielen und überaus gut geeignet für den Anwendungsbereich im Klassenzimmer sind die Serious Games. Das sind Spiele, wo der primäre Zweck in der Vermittlung  oder Verhaltensveränderung liegt. Die Spiele müssen in ein didaktisches Szenario eingebettet werden und ich als Lehrperson muss mir davor darüber Gedanken machen, was ich mit den Spielen überhaupt erreichen möchte und welche Lehr- du Lernziele erreicht werden sollen.

Nehmen wir an, diese Überlegungen sind erledigt, geht es anschließend darum, ein didaktisches Szenario zu erstellen. Das Spiel kann verschiedene Rollen einnehmen. Es kann zu einem Thema hinführen – als Beispiel ich werde im Spiel in die Rolle eines Obdachlosen gesteckt, was in der Realität etwas schwer umzusetzen ist, weiters gibt es Spiele zum Rechnen lernen in der Schule, für den Umgang mit Geld, man kann in Rollen von Kinder mit Behinderungen bzw. Einschränkungen schlüpfen und muss dann Aufgaben als Team erledigen, usw. Aber nicht nur das – die Spiele können auch als Zusammenfassung für einen Themenblock dienen. Es gibt etliche Möglichkeiten, die wiederum von den Lehr- und Lernzielen abhängen. Überaus wichtig ist natürlich auch die Überlegung, wie ich die eigene Rolle als Lehrerin bzw. Lehrer einnehme. Kenne ich mich mit dem Spiel gut genug aus, welche Rollen können im Spiel eingenommen werden und was möchte ich vom Spiel verwenden – es wird fast unmöglich sein, ein ganzes Spiel in der Unterrichtseinheit zu spielen, sondern nur Teile aus diesem.

Zusätzlich muss die Überlegung angestrebt werden, welche Kriterien ein Spiel aufweisen muss, um passend für den Unterricht zu sein. Ist die Zielgruppe richtig für das gewählte Spiel? Einen ersten Ansatzpunkt liefern die Altersbeschränkungen. Jedoch sind diese nicht immer zwingend einzuhalten, denn es kann natürlich vorkommen, dass ein Spiel, welches ab sieben Jahren freigegeben ist, trotzdem nicht geeignet (furchteinflößende Rollen im Spiel) ist für Schülerinnen und Schüler in dieser Altersklasse und Ängste hervorrufen kann. Daher ist es wichtig sich im Vorfeld mit den Spielen und den Ansprüchen der Kinder auseinanderzusetzen.

Als letzte Überlegungen gilt es noch abzuklären, ob die Hard- bzw. Softwarekomponenten in der Schule geeignet sind. Kann das Spiel installiert werden, erlaubt der Admin die Installation, ist ein Onlinespiel freigegeben etc.?  Am besten im Vorfeld mit den Administratoren der Schule abklären und dann steht dem Onlinegaming im Klassenzimmer nichts mehr im Wege.

Auf diesem Wege auch noch ein paar nützliche Links zu Seiten, wo ihr coole Spiele für den Unterricht findet:

www.bupp.at, www.spielbar.de, www.gamesforchange.org, www.toolkit-gbl.com

 

Bildquelle: https://pixabay.com

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