OER

Alles Open oder was?!?

Den Begriff OER (Open Educational Ressources) habe ich bereits öfter gehört. Jedoch habe ich mich noch nie wirklich mit diesem Thema auseinandergesetzt, weshalb für mich klar war, dass ich einen Vortrag zu diesem Thema besuchen werde.

Elke Höfler setzt sich intensiv für das Thema OER ein und vermittelt es auch ihren Studierenden. In ihrem Vortrag bei den Edudays in Krems behandelte sie 10 Punkte zu OER und klärte so auch manchen Mythos:

1 Urheberrecht in der Schule?!?

Gibt es, aber die Vortragende meint, wo kein Kläger kein Richter. Jedoch gibt es immer mehr Kläger und immer mehr Kanzleien, welche sich auf diese Themen spezialisieren.

2 OE was?

Was ist offen? Kostenlos oder frei verfügbar?
Es sind frei verfügbare Unterlagen. Frau Höfler stellte fest, dass viele OER nützen, jedoch nur wenige ihre Unterlagen zur Verfügung stellen.

3 Was zum Kuckuck darf ich eigentlich?

Die Unterlagen können je nach Nutzungsrecht verwendet werden. Das heißt, es muss kontrolliert werden, ob die Inhalte bearbeitet werden dürfen oder ob sie so zu verwenden sind, wie sie zur Verfügung gestellt wurden.

4 Das ist doch viel zu kompliziert!

Für viele sind diese Lizenzen zu kompliziert und sehr umständlich, …

5 Dann mach ich halt nur Schulbuch.

… weshalb sie wieder zum Schulbuch greifen.

6 Mein Baby gehört zu mir!

Ein weiteres Problem ist, dass Lehrpersonen der Ansicht sind, dass die von ihnen erstellten Unterlagen ihnen gehören. Diese Mentalität ist sehr weit verbreitet.

7 Das ist doch das Teilen nicht wert!

Des Weiteren wird geglaubt, dass die Inhaltes es nicht wert sind zu teilen. Denn viele Lehrpersonen neigen dazu ihr erstelltes Material gering zu schätzen. Jedoch könnten diese Beiträge vielleicht jemanden für die Unterrichtsplanung helfen.

8 Stille Wasser haben tiefe Fragen.

Bei OER und Unterrichtsmaterialien werden immer wieder Fragen gestellt, welche auch vom Juristen beantwortet werden. Z. B. Was darf gemacht werden?

9 CC BY-SA ist nicht frei!

Diese Lizenz zwingt zur Namensnennung und es darf unter denselben Bedingungen weitergegeben werden. Frau Höfler gab an, dass SA immer zwingt die Unterlagen weiterzugeben und diese Lizenz daher nicht frei ist.

10 Steter Tropfen höhlt den Stein.

Frau Höfler möchte OER vorleben und verweist dabei auf den Twitter Hashtag #EduPnx. Sie empfiehlt den Lehrpersonen sich über die sozialen Netzwerke zu verknüpfen und auszutauschen.

Tool-Tipps von Elke Höfler für OER:

Tutory 
Ein Programm, wo Arbeitsblätter als OER erstellen werden und einer Creative-Commons-Lizenz unterliegen. In der kostenfreien Variante können bis zu sechs Arbeitsblätter erstellt werden.

Suchmaschinen für OER:
OERhörnchen
OERCommons

Schau auch einmal beim Blog von Frau Höfler vorbei, da sie immer wieder aktuelle Beiträge zu OER postet.

Hier ist der Blogbeitrag zu ihrem Vortrag bei den EduDays.

Für mich ist es sinnvoll, dass Lernunterlagen geteilt werden, denn dadurch profitiert jede_r und sei es nur eine Idee, wie ein Thema im Unterricht umgesetzt werden kann. An der Pädagogischen Hochschule Tirol wird OER zum Teil bereits vorgelebt, in dem die Studierende ihre Unterrichtsmaterialien in den Lehrmittelpool hochladen müssen, wo alle Studierenden Zugriff haben und diese Unterlagen verwenden, adaptieren oder als Anregung gebrauchen können. Ich werde mir das Ziel setzen OER-Materialien nicht nur zu benützen, sondern auch selbst zu erstellen. Denn wie Frau Höfler sagte: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“

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