Kind mit iPad

iPads – die optimale Möglichkeit, Individualisierung umzusetzen?

Mit dem Trailer für das neue iPad startete der Vortrag – Homework, oh homework.

Dieser Trailer verdeutlicht, dass iPads im Unterricht sehr sinnvoll eingebunden werden können und wirklich motivieren. Aber dass schon Volksschulkinder das Tablet selbständig verwenden können, sehr gute, individuelle Projekte zustande bringen und – ganz ohne es zu merken – Inhalte vertiefen, ist genial und hat mich wirklich überrascht.

Sabine Mader (ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich Sabine Mader war, die gesprochen hat, weil es einen Tausch der Vortragenden gab – falls es jemand weiß, ich bin dankbar für eure Hinweise!), eine sehr engagierte Volksschullehrerin setzt iPads regelmäßig im Unterricht ein. Was mich so beeindruckt hat ist, dass sie uns reale Projekte, die sie mit den Schüler_innen umgesetzt hat, gezeigt hat. Und es scheint tatsächlich sehr gut zu funktionieren!

Aber wie setzt sie das iPad nun wirklich im Unterricht ein? Zum Recherchieren? Ja – aber das ist nur eine Einsatzmöglichkeit.

Beispielsweise lässt sie die Schüler_innen eine Leseübung als Hausübung mit dem iPad aufnehmen. Man glaubt es nicht, aber die Kinder sind selten zufrieden mit ihrer ersten Aufnahmen, hören sie sich immer wieder an und nehmen sie mehrmals auf, bis sie zufrieden sind. Wahnsinn, wie motiviert die Schüler_innen die Aufgabe erledigen und eigentlich unbewusst üben und die Aufgaben öfters wiederholen.

Auch Merkblätter, Plakate, Videos, Fotos und vieles mehr erstellen die Kinder selbständig:

Frau Mader zeigte ein Beispiel, wie individuell und kreativ die Schüler_innen die Aufgaben auf ihrem eigenen Niveau umsetzen können. Die Aufgabenstellung war, ein Projekt in Englisch umzusetzen: Die Kinder sollten englische Sätze visualisieren. Ein Schüler mit schlechteren Kenntnissen hat Fotos von sich gemacht, wie er die Sätze zuhause umsetzt (z. B. drink a glass of milk). Eine bessere Schülerin hat ein Video gedreht, in dem sie alle Sätze vorspielt und auch noch dazu spricht. Es werden alle Sinne angesprochen UND es wird die wichtige Kompetenz für die Zukunft, KREATIVITÄT, gefördert.

Außerdem lernen die Schüler_innen schon in der Volksschule, wie sie Dateien organisieren, weitergeben und wie sie kollaborativ mit neuen Medien arbeiten.

Es gibt so viele wirklich sinnvolle und didaktisch sehr relevante Einsatzmöglichkeiten (auch Augmented Reality und andere Apps sind ein großes Thema), die leicht umgesetzt werden können. Das iPad ist leicht zu bedienen, die Apps sind einfach aufgebaut und gut für den Bildungsbereich geeignet. Außerdem sind die meisten Apps vorinstalliert.

Das nennt sie auch als Begründung, wieso sie nicht andere Marken verwendet. Apple investiert viel in einfache Bedienung und Bildungsanwendungen, bei anderen Marken sucht man lange. Außerdem ist die Kundenbetreuung einfach gut, wenn die Tablets kaputt werden oder anderes, werden sie schnell wieder repariert (die Tablets der Schüler_innen sind versichert).

Apps, die Frau Mader empfiehlt, sind unter anderem:

  • iMovie
  • Keynote (zum Erstellen von Präsentationen)
  • Pages (vergleichbar mit Word, aber es können auch Videos eingebunden werden)
  • GarageBand (zur Aufnahme von Ton und Bearbeitung von Musik)
  • Clips (Ton, Fotos und Videos)
  • StopMotion
  • PicCollage

So, zusammengefasst ist das iPad eine optimale Möglichkeit, Individualisierung und Differenzierung im Unterricht anzuwenden und die Kreativität der Schüler_innen zu fördern. Für mich ist Kreativität einfach eine Kompetenz der Zukunft und besonders Volksschulkinder sollen die Fähigkeit dazu noch nicht verlieren.

Zudem steht das Anwenden und Tun im Mittelpunkt, die Schüler_innen arbeiten sehr motiviert und es entstehen wirkliche Produkte, auf die die Schüler_innen dann stolz sein können. Die Bedienung der iPads ist sehr einfach und alle Sinne werden angesprochen. Die Medienkompetenz der Schüler_innen wird schon in der Volksschule gefördert und als weiterer, sehr wichtiger Aspekt funktionieren Gruppenarbeiten und Kollaborationen  super. Die Kinder lernen schon, sich zu präsentieren und  ihre Dateien zu senden.

Oh, und das allerbeste daran: Die Schüler_innen lernen wirklich etwas dabei! Frau Mader kann bestätigen, dass sich die Schüler_innen sehr viel merken – auch Dinge, die sie nicht unbedingt fokussiert hat. Das weist wieder auf die Umsetzbarkeit der Individualisierung durch den Einsatz von iPads hin.

BRAVO Frau Mader für den gelungenen Vortrag und Gratulation zu den Ergebnissen, die in Ihrem Unterricht entstanden sind!

Dass sich andere Lehrpersonen aus allen Schulstufen und Fächern etwas davon abschauen können, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Die Anwendbarkeit ist wirklich überall gegeben und man kann einfach mehr machen, als nur Informationen zu recherchieren.

One thought on “iPads – die optimale Möglichkeit, Individualisierung umzusetzen?”

  1. Lisa Noggler

    Apple setzt auf Bildung!

    Zuallererst: Die Vortragende heißt Frau Petra Tratberger! Auch ich habe zuerst im Tweet Frau Mader erwähnt, wurde dann darauf aufmerksam gemacht! 😉

    Da Anna eigentlich schon alles Erwähnenswertes vom Vortrag beschrieben hat, möchte ich für alle Interessierte ein paar Zusatzinformationen geben! Mich hat der Vortrag wirklich auch vollkommen begeistert und überzeugt. Denn ich war sehr skeptisch über den Einsatz von iPads im Volksschulalter – doch ich wurde eines Besseren belehrt! So sollte der Unterricht eigentlich flächendeckend auch in allen Schulstufen aussehen – dann sind unsere Schüler/innen für die Zukunft gewappnet! Deshalb habe ich mich noch etwas mit dem Thema beschäftigt.

    Nun zu einigen Links zum Weiterlesen …

    Apple setzt vermehrt in den Bildungsbereich

    Wie erfolgreich das ist, zeigen die Ergebnisse vieler verschiedener Schulen rund um die Welt. Herausstechende Ergebnisse des iPad-Unterrichts sind:

    1) Beeindruckende Steigerungen der Lesekompetenz auf 100% ( South Carolina, USA),
    2) Beste Klassenleistung in der Geschichte (Kalifornien, USA) oder
    3) 98 % der Schüler/innen erreichen die Ziele eines nationalen Lese- und Mathematiktests (Karlskoga, Schweden)

    Viele dieser Berichte stammen aus den USA, doch auch Schulen aus Kanada, Dänemark, Großbritannien, Italien, Australien uvm. Zeigen den enormen Erfolg von iPad-Einsatz im Unterricht.

    Den gesamten Bericht findest du unter:

    https://www.apple.com/at/education/docs/ipad-in-education-results.pdf

    Es lohnt sich aber allgemein die Bildungsseite von Apple zu erkunden und dort neue Ideen aufzuschnappen und sich inspirieren zu lassen:

    https://www.apple.com/at/education/

    Auch wenn schon viele Anwendungsbeispiele im Vortrag vorgekommen sind, gibt es noch einiges mehr: mit dem Apple Pencil können zum Beispiel auch Notizen gemacht oder Gedanken skizziert werden. Auch werden auf der Website weitere Apps vorgeschlagen, die wunderbar im Unterricht eingesetzt werden können. Sogar Prüfungen können mit dem iPad abgewickelt werden. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt! Woraufhin ich mit den Worten auf der Apple-Website abschließen möchte: „Technologie, so grenzenlos wie die Fantasie eines Kindes.“

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